Kind of happy ending? :-)

Still Going – Untitled Love

Ich habe ein paar gute Nachrichten…
Die erste: Ich kann wieder Musik hören.
Das war in den letzten Monaten kaum noch möglich, nachdem ich wegen des Egofütterers sehr viel Trost in der Musik gesucht und gefunden hatte, mich dann aber sehr intensiv mit meinem Ego (und dem anderer) auseinandergestzt habe. Musik, gerade und vor allem mit Gesang bzw. Text unterlegte, transportiert Erfahrungen, Gefühle, Wünsche usw. Und es wäre wenig sinnvoll, wenn die Texte immer abgeklärt und vollkommen egofrei wären, das kann und soll Kunst ja auch nie sein. Jedenfalls nicht unbedingt.
Aber wenn man gerade versucht, sich von seinem eigenen Ego(n) abzugrenzen, ist es sehr schwierig, sich Texte anzuhören, die nur so von ihm strotzen. Gerade Liebeslieder handeln oft von Erwartungen, die man an andere hat, und davon, dass nur die entsprechende andere Person dafür sorgen kann, dass es einem selbst gut geht. Das glaube ich inzwischen nicht mehr. Siehe Inner Bonding (dt. Buchtitel: "Aussöhnung mit dem Inneren Kind")
Trotzdem geht es wieder: Ich sehe ein Lied mit Egotext nun nicht mehr als “pathologisch” an, sondern eben als Ausdruck eines Menschen, der leider noch keinen Weg gefunden hat, gut für sich selbst zu sorgen! Und gottseidank gibt es ja auch eine Menge Songs mit schönen und hoffnungsfrohen Texten. Siehe oben.
Die Inspiration zu diesem Lied habe ich übrigens von dem tollen Blog Delicious Days. Musik und vor allem tolle Rezepte: Feine Sache, das (mal so ganz btw ;-))

Die zweite gute Nachricht: Ich habe Egon nicht nur bekämpft, sondern endlich auch mal überwunden.
Nachdem meine große Tochter gestern breit grinsend konstatierte, dass der Schachmann ja mein “Freund” sei, fand ich es dann doch an der Zeit, irgendwas zu unternehmen. Nicht für ein laues Gefühl der Sicherheit. Nicht für mein Wohlbefinden. Sondern um eine Konsequenz daraus zu ziehen, dass sogar meine Tochter schon den Braten riecht. Ich kann ihr nun weiter ausweichen und mich rausreden, indem ich ihr erkläre, dass ich das ja noch gar nicht so genau wüsste. Ich kann weiter hoffen und warten, dass er mir ein für mich ausreichendes klares Signal gibt. Ich kann meinen Töchtern erklären, dass der Schachmann mein neuer Partner ist, und dann auf die Nase fallen, weil er das ganz anders sieht.
Nein, dachte ich. Jetzt ist es an der Zeit, ihn zu fragen. Ohne Druck, in vollem Bewusstsein dessen, dass nun auch ein Nein kommen konnte. Aber dieses Nein hätte mir das künftige Verhalten meinen Töchtern gegenüber vorgegeben.
Ich schrieb ihm also eine vergleichsweise sachliche Email, in der ich ein bisschen erkläre, wie ich darauf komme, nun doch nachzufragen, obwohl ich bislang keinen Grund dafür sah. Und ich schrieb frei heraus: “Ich möchte mit dir zusammen sein”.
Und ich bekam eine Mail zurück, in der er schrieb, dass er lustigerweise selbst heute, vor dem Lesen MEINER Mail, darüber nachgedacht hat, dass wir uns nun doch sehr nah gekommen sind, und mich selbst auch schon darauf ansprechen wollte :-)
Perfektes Timing, würde ich sagen.

Und ich freue mich schon jetzt auf unser nächstes Treffen. Das vielleicht sogar mal etwas romantisch werden könnte ;-)

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2 Gedanken zu “Kind of happy ending? :-)

  1. Der Flow sagt:

    Ich bin sehr stolz auf Dich! :-)

  2. huehnersuppe sagt:

    Danke! Ich auch, ein bisschen. Heute hatte ich ein Gespräch mit einer Freundin, die nicht so recht verstehen kann, warum ich unbedingt etwas definieren will – aber ich fühle, das richtige getan zu haben.
    Mit dem Schachmann bin ich morgen wieder verabredet. Seit unserem Mailaustausch sind wir etwas vorsichtiger miteinander, so empfinde ich das, haben noch nicht wieder telefoniert, nur das Treffen per Mail abgesprochen. Vielleicht ist es so, dass jedes Thema nun deplaziert wirkt, bevor wir nicht noch einmal über uns und unsere Wünsche und Vorstellungen gesprochen haben. Oder nicht groß genug. Was soll ich mit ihm übers Wetter plaudern?
    Ich möchte ihn sehen, berühren, küssen, beobachten, sprechen hören.

    Morgen.

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